Die NSDAP-Kartei und Letschin Seit einigen Monaten sind die Mitgliedskarteien der NSDAP leichter zugänglich. Dadurch ergeben sich auch für die Lokalgeschichtsschreibung neue Ansatzpunkte. Eine erste Recherche mit rund 600 Treffern.
Nicht tatenlos zusehen Energiewende, ärztliche Versorgung, demokratische Gemeinden: Brandenburgs »Netzwerk lebendige Dörfer« fordert mehr Unterstützung von der Politik. Beim dritten »Parlament der Dörfer« wurde die Deklaration vom Seddiner See verabschiedet.
Demokratische Infrastruktur Demokratie vor Ort braucht Lokaljournalismus. Doch die Zeitungen kriseln. Immer öfter versuchen Engagierte »von unten«, die Lücken zu schließen. So erfährt man dann auch davon, wenn ein AfD-»Bürgerdialog« zum Bürgerwiderspruch wird.
Energie im Oderbruch Elf Windräder, zwei Biogasanlagen und sieben Photovoltaik-Anlagen gibt es derzeit in Letschin. Der Ausbau der Erneuerbaren Energie ist wichtig und umstritten zugleich. Das alles kommt im Jahresthema 2026 des Oderbruchmuseums zur Sprache. Und noch viel mehr.
Etwas teilen wollen Letschin geht es wie vielen anderen Gemeinden: es schrumpft. Dagegen hilft Zuzug, aber der ist nicht schon alles. Über die Schwierigkeiten heutiger Dorfgemeinschaft in Zeiten eines veränderten Landlebens.
Schneller als berechnet Die Einwohnerzahl Letschins schrumpft. Das ist der allgemeine demografische Trend, und der bringt Herausforderungen mit sich. Pöbeleien gegen Menschen, die neu in die Gemeinde ziehen, gefährden die Zukunft Letschins.
»Slawen« und der Osten Migration, die bis heute prägt: Im 7. und 8. Jahrhundert zogen Menschen in beträchtlicher Zahl aus der Region des heutigen Belarus und der Zentralukraine nach Westen – bis in den heutigen Osten Deutschlands. Über eine pragmatische, egalitäre Graswurzelbewegung.
Sally Guraus Warenhaus Auf den Spuren von Sally Selig Gurau, der in Letschin ein kleines Warenhaus betrieb. Im Holocaust wurde der jüdische Kaufmann von den Nazis ermordet.
Oda, Radomeer und der Wels Sommer 1747. König Friedrich II. will das von selbstbewussten wendischen Fischern bewohnte untere Oderbruch trockenlegen. Eine Transformation – so würde man heute sagen.
»Städtischer Geist« Fabriken, Tanzpavillon, Beamtensiedlung: Im Zentrum des Oderbruchs gelegen, schrieb man Letschin einst »in allen Wesenszügen kleinstädtische Verhältnisse« zu. Wie ein Dorf fast einmal Stadt wurde.
Mehr als eine Dorfgeschichte Vielseitigkeit, Detailreichtum, Themenbreite: Anfang der 1990er Jahre begann in Letschin ein heimatkundliches Unterfangen, aus dem bis heute fünf Bände »Letschiner Chronik« hervorgegangen sind.
In aller Kürze: Letschin Letschins Wurzeln liegen lange zurück. 1336 erstmals urkundlich erwähnt, stieg das Dorf zu überörtlicher Bedeutung auf. Landwirtschaftlich geprägt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erneut ein bemerkenswerter Wandel vollzogen.